Bauwerke und Archäologie

Das Kolosseum

Das Amphitheater Flavio wurde 80 n. Chr. von Kaiser Titus unter dem Namen Amphitheatrum Caesareum eingeweiht, der Namen Kolosseum stammt aus dem 11. Jahrhundert von der benachbarten kolossalen Bronzestatue Neros, die vom Koloss von Rhodos inspiriert war, einem Werk von Chares von Lindos aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.

Mit 52 Metern Höhe beinhaltete es auf einer Fläche von ca. 19.000 m² vier Etagen mit je 80 Arkaden und hatte 70.000 Plätze. Der Zuschauerraum war in 5 Bereiche eingeteilt, durch die das Publikum nach sozialen Klassen getrennt wurde, deren Status mit der ansteigenden Höhe abnahm: vom Maenianum Primum bis zum Maenianum Summum in ligneis - dem obersten Abschnitt, der für das einfache Volk bestimmt war. Im Zentrum der Hauptachse befand sich das Pulvinar, die kaiserliche Loge, für die auch ein eigener Zugang existierte, das Hypogäum, das aus den Fundamenten des Gebäudes ausgegraben war und als „Passaggio di Commodo“ bekannt ist. Im komplizierten unterirdischen System fanden die Vorbereitungen für die Spektakel statt, hier befanden sich auch die Aufzüge, mit denen die Tiere und die Bühnenausstattung in die Arena befördert wurden.

In der großartigsten Arena der antiken Welt fanden Gladiatorenkämpfe (munera) und Jagdspektakel (venationes) statt, hier wurden auch Todesurteile vollstreckt. Brände und Erdbeben beschädigten das kolossale Gebäude schwer; es gab jedoch auch zahlreiche Restaurierungsarbeiten, die von den Kaisern im 2. bis 4. Jahrhundert angeordnet wurden, wie alte Schriften und Inschriften belegen.
 
Das Pantheon
   
Es steht in der Piazza della Rotonda in der Nähe der Piazza Minerva. Der Name Pantheon weist darauf hin, dass es einst mehreren Göttern geweiht war. Es wurde unter Domitian restauriert; das von Hadrian im Jahr 130 n. Chr. rekonstruierte Gebäude ist bis in unsere Tage beinahe unverändert geblieben. 609 schenkte Kaiser Phokas Papst Bonifazius IV. den Tempel und er wurde in eine Kirche umgewandelt, ein Umstand, der dazu beigetragen hat, dass das Gebäude bis heute optimal erhalten ist.
Beinahe alles, was man hier bewundern kann, stammt aus der Römerzeit, sogar die 43,4 m hohe Kuppel und das massive Bronzetor. Der Bogengang ist im Inneren mit wertvollem mehrfarbigem Marmor geschmückt und seine Fassade besteht aus 16 monolithischen Granitsäulen, die gut 14 m hoch sind. Das Innere ist ein Rundbau, der durch die majestätische Kuppel mit Kassettendecke gekennzeichnet ist. Die einzige Öffnung ist im Zentrum der Kuppel und schafft einen beeindruckenden Lichteffekt, der die Großartigkeit und Harmonie des Monuments unterstreicht. In den Kapellen im Inneren finden sich zahlreiche Kunstwerke, außerdem die Gräber der Könige Italiens, von Baldassarre Peruzzi und Taddeo Zuccari und besonders das Grab Raffaels.

Haus des Augustus
   
Trionfi Romani (Römische Triumphe)

 
Reliefs, Bronzen, Geldstücke, Skulpturen, Gemälde: dies sind die Ausstellungsstücke, die uns erklären, was „Römischer Triumph“ bedeutet, das Konzept hinter den Triumphveranstaltungen wird sichtbar gemacht und wir erfahren, wie die Zeremonien für die Festlichkeiten abliefen.
 
Die Ausstellung ist in verschiedene Bereiche gegliedert: der erste beschäftigt sich mit der Entwicklung der Triumphzüge von der etruskischen bis zur hellenistischen Welt; der zweite umfasst Bilder von berühmten Siegern und Besiegten - darunter Aemilius Paullus, Caesar, Pompeus, bis zu Octavianus - zudem werden Schlachtszenen nachgestellt.

Visita alla Casa di Augusto al Foro Romano (Besichtigung des Hauses des Augustus am Forum Romanum)
 
Kürzlich wurde das Haus von Octavianus Augustus am Forum Romanum nach 20 Jahren Restaurierung neu eingeweiht. Hier lebte Augustus, bevor er Kaiser wurde, und nun ist es endlich für Besucher offen.
 
Einige Verzierungen der Mauern und der Gewölbe waren noch intakt, andere dagegen mussten aus Fragmenten rekonstruiert werden, unter Verwendung der Farben Rot, Blau und Ocker für die kaiserlichen Räume. Sie können in kleinen Gruppen von maximal 5 Personen gleichzeitig besichtigt werden, um Schäden an den empfindlichen Fresken zu vermeiden.